Weibliche A-Jugend: Remis beim Schlusslicht folgt Sieg gegen Tabellenführer

Licht und Schatten gab es bei der weiblichen A-Jugend an den letzten beiden Wochenenden ...

DJK SG Bösperde – SG Iserlohn-Sümmern 22:22 (13:14). Beim bis dato punktlosen Tabellenschlusslicht mussten wir auf Emi und damit eine weitere Rückraumvariante verzichten. Viele müde Gesichter ließen am frühen Samstag Nachmittag schon vor dem Spiel nichts Gutes vermuten. Völlig schläfrig schlich dann auch unsere Defensive von rechts nach links und andersherum, was wir über die gesamten 60 Minuten nicht komplett abstellen konnten. So dominierten die schnellen Mendener die Anfangsphase, in der wir nur erstaunte Statisten auf der SG Seite sahen. Letztlich hielt uns der Kampf und Wille im Spiel, so dass wir trotzdem immer wieder den Ausgleich schafften: 6:6 (12.) und 9:9 (18.). Hinzu kamen die vielen vergebenen Chancen von der Strafwurflinie, von wo in dieser Begegnung niemand richtig überzeugte. Mit einer überaus glücklichen und knappen Führung ging es für uns schließlich in die Kabine.

Wir versuchten die Mädels aufzuwecken, doch es lief weiterhin nicht viel zusammen. Unsere zwischenzeitliche 17:15-Führung durch Stine (37.) spiegelte in keinster Weise die Kräfteverhältnisse wider. Bösperde war flinker auf den Beinen, wesentlich reaktionsschneller und sicherer im Abschluss. Diese Vorteile spiegelten sich im weiteren Verlauf dann auch auf der Anzeigentafel wider – beim 18:18 hatten die Gastgeber den Ausgleich geschafft und das Momentum eindeutig auf ihrer Seite. Unser Angriff spielte zu statisch, war zu einfach ausrechenbar. Hinten hatten wir weiterhin Temponachteile, so dass die Mendener folgerichtig in Führung gingen und die Begegnung endgültig gedreht hatten. In der 54. Minute waren es dann sogar zwei Tore Rückstand, denen wir hinterherliefen. Wir nahmen nun eine Auszeit, um den letzten Kampf aus dem Team herauszukitzeln. Und erst jetzt schien das Team zu merken, dass es ganz dicht vor einer Niederlage beim Tabellenletzten stand. Zwei wichtige Treffer von Lilli und Lisann bescherten uns schließlich den Ausgleich. Ein sehr, sehr glücklicher Punktgewinn, mit dem schon fast nicht mehr zu rechnen war.

Es spielten: Sarah; Lea K. (2/1), Stine (1), Lilli (3), Lea B. (3/1), Cathi (4), Kati (3), Leonie, Lisann (5), Lara (1).

SG Iserlohn-Sümmern – TS Selbecke 21:17 (12:8). Trotz Sturmwarnung hatten wir uns entschlossen, die Partie gegen den Tabellenführer stattfinden zu lassen. Schließlich gab es nach der schlechten Leistung der Vorwoche noch einiges gut zu machen. Mit komplettem Kader konnte heute jeder zeigen, dass wir eigentlich viel besseren Handball spielen können. Daran erinnerten wir die Mädels schon bei der Vorbesprechung und wiesen daraufhin, dass wir aktuell immer noch das einzige Team sind, das Selbecke in dieser Saison schlagen konnte. An unsere Stärken aus der letzten Partie in Hagen wollten wir unbedingt anknüpfen, allerdings brauchten wir dazu etwas Anlaufzeit. Die Abwehr offenbarte in den ersten Minuten immer wieder Lücken, und auch den Kreis hatten wir nicht gut im Griff und verloren ihn aus den Augen. Folgerichtig erwischten unsere Gäste den besseren Start und führten schnell mit 4:2 (7.). Erst danach wurden wir wacher und stellten nun auch die katastrophalen Pässe im Angriff ab. Die Bewegung in die Tiefe klappte nun besser, so dass uns zwei sicher verwandelte Siebenmeter den Ausgleich brachten (14.). Bis zum 5:5 blieb es jetzt ausgeglichen, ehe Emi mit einem Doppelschlag erstmals für eine 2-Tore-Führung der SG sorgte (18.). Jetzt kam mit Lea ein anderer Spielertyp im Rückraum, was Selbecke fast nicht mehr verteidigt bekam. Mit drei Treffern in Folge brachte sie uns beim Stand von 10:6 (26.) erstmals deutlicher in Front. Die Defensive stand nun sehr sicher, so dass die Verzweiflung auf Seiten des Gegners immer größer wurde. Schließlich brachten wir diese Führung auch in die Pause.

Uns war klar, dass Selbecke nun alles versuchen würde, um die Partie doch noch zu drehen. Sie mussten eine taktische Änderung vornehmen und spielten mit Anpfiff von Halbzeit zwei mit drei sehr offensiven Vorderleuten. Das bereitete uns doch einige Probleme. Auch die Variante mit zwei Kreisläufern sorgte nur für wenig Durchschlagskraft. Der Wechsel von Lisann an den Kreis brachte dann schließlich die erhofften Lösungen. Selbecke kam beim 14:12 (40.) und 16:14 (43.) zwar noch einmal gefährlich nah heran, allerdings hatten wir in diesen Phasen immer wieder die richtigen Antworten parat. Auch Sarah im Tor zeigte eine starke zweite Halbzeit und entschärfte viele Würfe der Gäste. Mit Stines 20:16 (57.) war die Vorentscheidung endgültig gefallen.

Es spielten: Sarah; Leonie (1), Cathi (2), Lea K. (2/2), Stine (3), Emily (4), Lea B. (4), Kati, Lilli, Lisann (3), Lara (2/2).