weibliche A-Jugend: Angstgegner in die Knie gezwungen

SG Iserlohn-Sümmern – HVE Villigst-Ergste 28:25 (13:13). Endlich! Und es war auch langsam mal an der Zeit. Nachdem wir in der Vorsaison in beiden Spielen deutlich das Nachsehen gegen den späteren Kreismeister aus Schwerte hatten und in der diesjährigen Sommerrunde äußerst unglücklich und knapp mit nur einem Treffer Unterschied verloren hatten, war am heutigen Samstag endlich unsere Zeit gekommen. Im Gegensatz zum letzten Wochenende hatte sich unsere Personalsituation wieder etwas entspannt, obwohl einige immer noch angeschlagen bzw. mit wenig oder gar keinem Training in diese Partie gingen.

Die Anfangsphase verlief sehr ausgeglichen. Schwertes Hauptwerfer hatten wir eigentlich erstaunlich gut im Griff, ganz im Gegensatz zur Linksaußen, die immer wieder frei zum Wurf kam und von Stine oft zu spät angegriffen wurde. Schon früh im Spiel hatte unsere Rechtsaußen die erste gelbe Karte und Zeitstrafe auf dem Konto, was es für uns Trainer im weiteren Verlauf schwierig machte, da Stine nun nicht mehr für eine Manndeckung in Frage kam.Über 3:3 (8.) und 10:10 (23.) konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Schon gegen Ende von Halbzeit eins wurde die Begegnung deutlich ruppiger. Schwerte versuchte seine Angriffe mit viel Wut und körperlicher Überlegenheit zu beenden, was teilweise am Rande der Legalität lief. Emi bekam in der Abwehr stehend den Ellenbogen ins Gesicht und musste in der Schlussphase gezwungenermaßen zusehen. Ein Nachteil sollte sich daraus nicht entwickeln, da wir im Rückraum gut besetzt waren. Zwar konnte dort niemand über 60 Minuten gehen, was wir aber durch ständige Rotation gut auffangen konnten. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine.


Dort gab es nochmal einige kleine Tipps vom Trainerteam, doch rückblickend auf Halbzeit zwei war es einfach nur wichtig, den Kampf anzunehmen und sich nicht alles gefallen zu lassen – denn jetzt wurde es richtig hektisch. Über 16:14 (35.) und 18:16 (38.) erwischten wir den besseren Start. Die Linksaußen hatten wir nun wesentlich besser im Griff, lediglich die Anspiele zum Kreis bereiteten uns noch Probleme. Jetzt kam auch Lea endlich besser ins Spiel und traute sich mehr zu. Ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen HVE brachte uns völlig aus dem Takt und wir verspielten in dieser Phase eine 22:20-Führung. Wieder ging es hin und her. Die Führung wechselte, so dass es beim 23:23 (51.) und 25:25 (54.) weiter unglaublich spannend war. Lara behielt bei den Strafwürfen glücklicherweise über 60 Minuten die Nerven, schaffte 100% und obendrauf noch einen tollen Heber. Es brachen die letzten fünf Minuten an und was eigentlich nach diesem extrem kräfteraubenden Spiel schier unmöglich war – wir konnten noch einen drauflegen. Sarahs tolle Parade aus der Kurzdistanz gegen Schwertes Wurfmaschine war noch einmal der Weckruf für den Rest des Teams. Unsere Gäste konzentrierten sich nun mehr auf die Leistung des Schiedsrichters, wir konzentrierten uns aufs Tore werfen . Mit Cathis und Laras Doppelschlag zum 28:25 hatten wir den Sieg mit viel Kampf und Biss auf unsere Seite gezwungen und der Jubel kannte nach der Schlusssirene keine Grenzen mehr.

Am übernächsten Wochenende geht's zum ungeschlagenen Spitzenreiter nach Selbecke. In dieser Form können wir vielleicht auch dort überraschen ...

Es spielten: Sarah; Emi (2), Muriel, Stine (4), Kati, Lilli, Lisann (5), Cathi (2), Lara (11/7), Lea (4), Leonie.